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Haarausfall

Frontal Fibrosing Alopecia

Vernarbender Haarausfall - Symptome, Behandlung und Lösungen für den Haaransatz.

Frontal Fibrosing Alopecia

Frontal Fibrosing Alopecia ist eine vernarbende Form von Haarausfall an Stirn und Schläfen. Was bereits vernarbt ist, wächst nicht nach — der weitere Verlust lässt sich unter Umständen aufhalten, und der sichtbare Bereich lässt sich abdecken. Diese Seite erklärt die frontal fibrosierende Alopezie von den ersten Zeichen bis zur Lösung im Alltag.

Frontal Fibrosing Alopecia: Was bedeutet die Diagnose?

Frontal Fibrosing Alopecia, kurz FFA, ist eine vernarbende Form von Haarausfall am vorderen Haaransatz. Im Deutschen heißt sie frontal fibrosierende Alopezie oder frontale fibrosierende Alopezie — beide Schreibweisen meinen dasselbe. Vernarbend bedeutet: Eine Entzündung zerstört die Haarwurzeln dauerhaft, und an ihrer Stelle entsteht Bindegewebe.

Betroffen ist ein schmales Band entlang von Stirn und Schläfen. Fachleute nennen diesen Bereich frontotemporal — dort, wo die Stirn in die Schläfen übergeht. Der Haaransatz weicht dabei meist gleichmäßig zurück. Eine Ausdünnung an Scheitel oder Oberkopf spricht eher für eine zusätzliche oder eine andere Form von Haarausfall; atypische Ausbreitungsmuster kommen jedoch vor.

Fachlich wird FFA als Sonderform des Lichen planopilaris eingeordnet, einer entzündlichen Erkrankung der Haarwurzeln. Ob es sich um eine eigenständige Erkrankung oder um eine Variante handelt, wird weiterhin diskutiert.

Betroffen sind überwiegend Frauen nach den Wechseljahren. Dokumentiert sind ebenso Frauen vor der Menopause, Männer und Kinder, und Menschen aller ethnischen Gruppen. Wie sich diese Form in das Gesamtbild einordnet, zeigt die Übersicht über alle Arten von Haarausfall.

Warum wachsen Haare bei Frontal Fibrosing Alopecia nicht mehr nach?

Weil die Haarwurzel selbst verloren geht. Bei den meisten Formen von Haarausfall bleibt der Follikel erhalten und bildet nur dünneres oder vorübergehend gar kein Haar — er kann grundsätzlich wieder arbeiten. Bei einer vernarbenden Alopezie wird er dagegen durch Narbengewebe ersetzt, und aus Narbengewebe wächst kein Haar.

Daraus folgt die Unterscheidung, die für alles Weitere zählt: Was bereits vernarbt ist, kommt nicht zurück. Was noch nicht vernarbt ist, lässt sich unter Umständen erhalten. In einer frühen Phase können betroffene Haarwurzeln zum Teil erhalten werden.

Woran lässt sich Frontal Fibrosing Alopecia erkennen?

An drei Dingen: am zurückweichenden Haaransatz, am veränderten Hautbild darüber und an den Augenbrauen. Keines dieser Zeichen ist für sich allein beweisend, gemeinsam ergeben sie jedoch ein charakteristisches Bild.

Wie verändern sich Haarlinie und Kopfhaut?

Der Haaransatz weicht als gleichmäßiges Band zurück, nicht in Flecken und nicht in Form von Geheimratsecken. Der Rückgang beginnt an der Stirn und zieht sich über die Schläfen; die Koteletten sind häufig mitbetroffen.

Der zweite Hinweis liegt in der Haut selbst. Die freigelegte Fläche wirkt blass, glatt oder glänzend und zeigt keine sichtbaren Follikelöffnungen mehr. Auffällig ist der Vergleich mit der übrigen Stirn: Weil dieser Streifen jahrzehntelang unter Haar lag, fehlen ihm die Zeichen der Lichtalterung. Genau daran lässt sich oft ablesen, wie weit die Haarlinie tatsächlich zurückgewichen ist.

Zwei weitere Beobachtungen kommen dazu: einzelne stehengebliebene Haare vor der neuen Linie, die wie vergessen wirken, und in aktiven Phasen eine feine Rötung oder Schuppung rund um die verbliebenen Haare.

Was passiert mit Augenbrauen, Wimpern und Körperbehaarung?

Die Augenbrauen dünnen aus oder gehen ganz verloren. Angaben aus der Fachliteratur nennen das bei 50 bis 75 Prozent der Betroffenen; die Spannweite kommt daher, dass unterschiedliche Patientengruppen untersucht wurden.

Wichtiger als die Zahl ist der zeitliche Ablauf: Der Verlust der Augenbrauen kann den Veränderungen an der Kopfhaut vorausgehen. Er ist damit eines der wenigen früh sichtbaren Zeichen.

Auch Wimpern und die übrige Körperbehaarung können betroffen sein, etwa an Achseln, Schambereich, Armen und Beinen. Das muss nicht eintreten, kommt aber vor.

Welche frühen Begleitzeichen sind möglich?

Manche Betroffene bemerken an Stirn und Schläfen kleine hautfarbene oder gelbliche Erhebungen rund um die Haarfollikel, teils zusammen mit einer diffusen Rötung oder roten Punkten um einzelne Haare. Diese Gesichtspapeln gehören zum Bild dieser Erkrankung, wirken für sich genommen aber wie ein Hautthema ohne Bezug zum Haaransatz.

Juckreiz, Brennen oder Schmerz an der Kopfhaut sind möglich und treten teils auf, bevor eine Ausdünnung sichtbar wird. Ein verlässliches Merkmal sind sie nicht: Die Fachquellen weichen hier voneinander ab, die eine beschreibt Juckreiz als häufig, die andere ausdrücklich als selten.

Gut zu wissen: Beschwerdefreiheit spricht nicht gegen FFA. Ein Teil der Betroffenen bemerkt über Jahre nichts außer dem zurückweichenden Haaransatz.

Wie wird Frontal Fibrosing Alopecia festgestellt — und womit wird sie verwechselt?

Die Diagnose stellt eine Hautärztin oder ein Hautarzt, und sie entsteht in erster Linie mit dem Auge und der Lupe, nicht im Labor.

Wie läuft die hautärztliche Untersuchung ab?

Grundlage ist die klinische Untersuchung des Haaransatzes, der Augenbrauen und der übrigen betroffenen Stellen. Das zentrale Instrument ist die Trichoskopie — eine Untersuchung der Kopfhaut mit einem stark vergrößernden Auflichtmikroskop. Sichtbar werden dabei fehlende Follikelöffnungen, Schuppung und Rötung rund um die Haare sowie die einzelnen stehengebliebenen Haare vor der zurückgewichenen Linie.

Für die Diagnose gibt es definierte Kriterien, die klinische Zeichen und Befunde kombinieren. Eine Gewebeprobe ist nicht in jedem Fall nötig; sie dient dazu, andere vernarbende Formen von Haarausfall auszuschließen, wenn das Bild nicht eindeutig ist.

Je nach Befund kann die hautärztliche Praxis ergänzend Schilddrüsenwerte und bestimmte Antikörper untersuchen, da FFA gemeinsam mit Schilddrüsenerkrankungen und mit Autoimmunerkrankungen auftreten kann.

Wie unterscheidet sich Frontal Fibrosing Alopecia von anderen Formen von Haarausfall?

Drei Formen werden am häufigsten verwechselt. Der wichtigste Unterschied liegt bei zwei davon in der Haarwurzel: Bei erblich bedingtem und bei kreisrundem Haarausfall bleibt sie erhalten, bei FFA geht sie verloren.

Form Wo der Verlust auftritt Was ihn von Frontal Fibrosing Alopecia unterscheidet
Frontal Fibrosing Alopecia Bandförmig an Stirn und Schläfen Die Haarwurzel wird zerstört und durch Narbengewebe ersetzt; keine Follikelöffnungen mehr, einzelne stehengebliebene Haare
Erblich bedingter Haarausfall Scheitel und Oberkopf Die Haarwurzel bleibt erhalten, das Haar wird nur feiner; an der vorderen Haargrenze bleiben feine Haare stehen, ohne Entzündung und ohne Vernarbung
Kreisrunder Haarausfall Runde, scharf begrenzte kahle Stellen Die Haarwurzel bleibt vollständig erhalten; unter der Lupe zeigen sich Ausrufezeichenhaare sowie schwarze und gelbe Punkte
Traktionsalopezie Tritt häufig gemeinsam mit FFA auf Die Überlagerung erschwert die eindeutige Abgrenzung und ist einer der Gründe, warum FFA übersehen wird

Erschwerend kommt hinzu, dass FFA häufig gemeinsam mit erblich bedingtem Haarausfall und mit Traktionsalopezie auftritt. Genau diese Überlagerung führt regelmäßig dazu, dass die Diagnose zunächst übersehen wird — der zurückweichende Ansatz wird dem erblichen Muster zugeschrieben, und die Vernarbung fällt erst später auf. Mehr zu den beiden Nachbarbildern steht in den Beiträgen zu erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen und zu kreisrundem Haarausfall.

Was sind die Ursachen der frontal fibrosierenden Alopezie?

Die Ursache ist nicht geklärt. Das ist keine Verlegenheitsantwort, sondern der aktuelle Stand: Alle großen Fachquellen führen dieselbe Liste diskutierter Faktoren und keine Erklärung, die den Rest ausschließt.

Diskutiert werden genetische, hormonelle, autoimmune, entzündliche und umweltbedingte Einflüsse. Für eine genetische Komponente sprechen dokumentierte Fälle innerhalb derselben Familie und bei eineiigen Zwillingen sowie Untersuchungen, die bestimmte erbliche Merkmale bei Betroffenen gehäuft finden. Erklärt ist damit nichts — eine Veranlagung ist keine Ursache.

Sicher ist nur, dass die Erkrankung zunehmend häufig diagnostiziert wird. Ob sie tatsächlich häufiger auftritt oder heutzutage schlicht besser erkannt wird, lässt sich nicht sagen; belastbare Zahlen zur Häufigkeit gibt es nicht.

Lässt sich Frontal Fibrosing Alopecia aufhalten oder rückgängig machen?

Aufhalten: unter Umständen ja. Rückgängig machen: nein, nicht dort, wo bereits Narbengewebe entstanden ist.

Aufhalten und wiederherstellen sind zwei verschiedene Ziele

Das ist die wichtigste Erwartungsklärung bei diesem Krankheitsbild. Ziel jeder Behandlung ist die Stabilisierung — also das Aufhalten des weiteren Verlusts an Haarwurzeln. Die Wiederbehaarung bereits vernarbter Bereiche ist damit nicht gemeint und lässt sich auch nicht erreichen.

Wer also liest, eine Behandlung habe gewirkt, sollte das in diesem Sinn lesen: Der Rückgang ist zum Stillstand gekommen. Die Stirn sieht danach nicht wieder aus wie vorher.

Was die ärztliche Behandlung von Frontal Fibrosing Alopecia umfassen kann

Es gibt keine zugelassene Standardtherapie und kein Mittel, das bei allen gleich wirkt. Die eingesetzten Wirkstoffe werden für dieses Krankheitsbild überwiegend off-label verwendet — das heißt, sie sind zugelassen, aber für eine andere Erkrankung, und werden hier auf ärztliche Verantwortung eingesetzt.

Zum Einsatz kommen unter anderem entzündungshemmende Mittel zum Auftragen und zum Einnehmen, Injektionen in die betroffenen Stellen, bestimmte Hormonblocker, Antimalariamittel und Antibiotika mit entzündungshemmender Wirkung; weitere Wirkstoffgruppen werden derzeit erprobt. Welches Mittel oder welche Kombination in Frage kommt, entscheidet die behandelnde Praxis.

Die berichtete Wirksamkeit der Hormonblocker könnte überschätzt sein. Viele Betroffene haben zusätzlich einen erblich bedingten Haarausfall, und genau der spricht auf diese Wirkstoffe an. Ein Teil des sichtbaren Erfolgs kann also aus der Begleiterkrankung stammen.

Wie verläuft Frontal Fibrosing Alopecia über die Zeit?

Der Verlauf ist langsam und individuell sehr unterschiedlich. Die berichteten Geschwindigkeiten liegen so weit auseinander, dass sich daraus kein Erwartungswert für eine einzelne Person ableiten lässt.

In vielen Fällen kommt die Erkrankung nach einigen Jahren zum Stillstand, mit oder ohne Behandlung. Wann das geschieht und auf welcher Linie, lässt sich vorher nicht sagen.

Was sich beeinflussen lässt, hängt davon ab, wie weit die Vernarbung fortgeschritten ist. Das ist der sachliche Grund, eine Veränderung am Haaransatz hautärztlich abklären zu lassen, statt sie nur zu beobachten.

Wie lässt sich der sichtbare Haarverlust im Frontalbereich kaschieren?

Weil sich der medizinische Teil auf das Aufhalten beschränkt, entscheidet der zweite Teil darüber, wie der Alltag aussieht. Kosmetische Maßnahmen werden in der Fachliteratur ausdrücklich als Teil der Versorgung geführt.

Frisur, Haarteil oder Perücke: was passt zu welchem Ausmaß?

Die Antwort hängt fast ausschließlich davon ab, wie groß die betroffene Fläche ist und wie dicht das übrige Haar bleibt.

  • Schmaler Streifen an der Stirn, übriges Haar dicht. Hier trägt oft schon der Schnitt viel: eine Frisur, die den vorderen Ansatz nicht freilegt, ein Seitenscheitel statt eines Mittelscheitels, ein weicher Pony. Reicht das nicht, kommt ein Haarteil für den Frontalbereich in Frage.
  • Breiteres Band über Stirn und Schläfen. Ein Haarteil deckt die Fläche ab und verbindet sich mit dem Eigenhaar dahinter.
  • Zusätzlicher Dichteverlust am gesamten Oberkopf. Erst hier wird eine Perücke zum Thema.

Nach der Erfahrung im Hairworld Studio genügt bei FFA in den meisten Fällen ein Haarteil, und eine Perücke ist nicht nötig. Das ist ein Erfahrungswert dieses Fachinstituts, keine Regel — welche Lösung im Einzelfall passt, zeigt erst der Blick auf die betroffene Fläche. Wie Haarteile und Topper aufgebaut sind, steht im Beitrag zu Haarteilen und Toppern.

Warum Druck und Zug auf die Kopfhaut zu vermeiden sind

Bei vernarbenden Alopezien gilt in der Fachliteratur die Richtung, mechanische Reize auf die Kopfhaut möglichst gering zu halten. Dokumentiert ist ein Einzelfall, in dem bei einer Patientin mit Lichen planopilaris neue Herde genau dort entstanden, wo Perückenverschlüsse gedrückt und doppelseitiges Klebeband beim Abnehmen gezogen hatten. Beschrieben sind außerdem Fälle, in denen Eingriffe an der Kopfhaut denselben Effekt hatten.

Ein Einzelfall belegt keine Häufigkeit und kein Risikomaß. Er sagt auch nichts darüber, welches Befestigungssystem sicher wäre. Was sich daraus ableiten lässt, ist die Richtung — und die ist bei jeder Zweithaarlösung ein Thema, über das in der Beratung gesprochen werden sollte.

Welches Haarteil deckt Stirn und Schläfen ab?

Der vordere Haaransatz ist mit herkömmlichen Haarteilen schwer abzudecken. Sie sind für Oberkopf und Scheitel gebaut und setzen dort an, wo bei FFA das Haar noch dicht ist — der Streifen, um den es geht, bleibt frei.

Für diesen Bereich gibt es bei Hairworld den Topper Circle. Er ist für den Frontal- und Schläfenbereich gedacht und deckt die Fläche ab, an der die Haarlinie zurückgewichen ist. Gehalten wird er, je nach Modell, über ein elastisches Band — ohne Clips und ohne Haken.

Farbe, Länge und Struktur werden an das Eigenhaar angepasst, damit der Übergang nach hinten nicht auffällt. Frisur, Schnitt und Farbe gehören deshalb zur Anpassung dazu und werden in der Beratung gemeinsam festgelegt.

Was ist bei Augenbrauen und Wimpern möglich?

Für den Verlust der Augenbrauen bietet Hairworld Augenbrauenersatz an, ebenso Wimpernersatz. Was im Einzelfall passt, hängt vom Ausmaß des Verlusts ab und wird vor Ort besprochen.

Welche Lösung im Einzelfall passt, zeigt sich erst, wenn jemand die betroffene Fläche ansieht. Wenn Sie das besprechen möchten, erreichen Sie uns telefonisch oder über das Rückrufformular.

Frontal Fibrosing Alopecia: Beratung und Versorgung in Salzburg

Wie arbeitet Hairworld mit Hautarztpraxen zusammen?

Hairworld stellt keine Diagnose und übernimmt keine Behandlung. Der medizinische Teil gehört in eine hautärztliche Praxis, denn was sich noch erhalten lässt, hängt davon ab, wie weit die Vernarbung fortgeschritten ist.

Für den zweiten Teil, die sichtbare Seite, arbeitet Hairworld mit Hautarztpraxen in Salzburg zusammen. Wer bereits eine Diagnose hat, bringt sie einfach mit; wer noch keine hat, erfährt, wohin er sich damit wenden kann.

Wie läuft die Beratung bei Hairworld ab?

Die Erstberatung dauert je nach Bedarf etwa 30 bis 60 Minuten und ist kostenlos und unverbindlich. Angesehen wird zuerst die betroffene Fläche: wie breit das Band ist, wie dicht das Haar dahinter steht, was der Schnitt bereits abfangen kann. Danach wird gemeinsam die passende Lösung gesucht, samt Frisur, Schnitt und Farbe.

Stattfinden kann das im eigenen Hairworld Studio — einem separaten Raum, in dem niemand mitsieht und niemand mithört. Der häufigste Punkt, den Kundinnen in der Beratung ansprechen, ist das Schamgefühl gegenüber der eigenen Erkrankung. Die Belastung durch sichtbaren Haarverlust ist auch in der Fachliteratur als Begleiterscheinung dieser Erkrankung beschrieben.

Wie läuft die Abrechnung einer Zweithaarlösung ab?

In Österreich sind Perücken als Hilfsmittel der Krankenversicherung geführt. Ob und in welchem Umfang eine konkrete Versorgung übernommen wird, entscheidet der jeweilige Versicherungsträger.

Liegt eine fachärztliche Verordnung vor, übernimmt Hairworld die Abrechnung mit ÖGK, BVAEB oder SVS. Dieser Service ist keine Zusage einer Kostenübernahme. Wie Verordnung, Bewilligung und Ablauf im Einzelnen funktionieren, steht auf der Seite zur Kostenübernahme bei Perücken.

Häufige Fragen

Betrifft Frontal Fibrosing Alopecia auch Männer und jüngere Frauen?

Ja. Die Erkrankung gilt als typisch für Frauen nach den Wechseljahren, ist aber ebenso bei Frauen davor, bei Männern und bei Kindern dokumentiert. Bei Männern können zusätzlich Bart und Koteletten betroffen sein, teils schon zu Beginn der Erkrankung. Bei Frauen afrikanischer Abstammung beginnt die Erkrankung typischerweise früher, oft Anfang vierzig und vor der Menopause, und Juckreiz, Rötung und Schuppung fallen dabei weniger auf.

Ist Frontal Fibrosing Alopecia erblich?

Nicht in dem Sinn, dass sie sich vorhersagen ließe. Die Ursache ist ungeklärt, und eine genetische Komponente gehört zu den diskutierten Faktoren — es sind Fälle innerhalb derselben Familie und bei eineiigen Zwillingen beschrieben, und Untersuchungen finden bestimmte erbliche Merkmale bei Betroffenen gehäuft. Daraus lässt sich weder ein Risiko für Angehörige berechnen noch eine Vorsorge ableiten. Wer in der Familie Fälle kennt und selbst Veränderungen am vorderen Haaransatz oder an den Augenbrauen bemerkt, lässt das sinnvollerweise hautärztlich ansehen.

Kommt eine Haartransplantation bei stabiler Frontal Fibrosing Alopecia infrage?

Nur unter Vorbehalt und nur, wenn die Erkrankung zur Ruhe gekommen ist. Verpflanzte Haare wachsen zunächst an, gehen aber in dokumentierten Fällen nach einigen Jahren zu einem erheblichen Teil wieder verloren; die Fachliteratur bezeichnet den Eingriff bei diesem Krankheitsbild deshalb als vorübergehende Lösung. Hinzu kommt, dass Eingriffe an der Kopfhaut selbst zu den beschriebenen mechanischen Auslösern neuer Herde gehören. Grundsätzliches zum Verfahren steht auf der Seite zur Haartransplantation.

Warum gehen die Angaben zu Frontal Fibrosing Alopecia so weit auseinander?

Weil es zu dieser Erkrankung keinen gesicherten Behandlungsstandard gibt. Ein internationales Konsensverfahren mit 69 Fachleuten kam bei 365 Fragen nur in gut der Hälfte der Fälle zu einer gemeinsamen Position. Wenn sich die Fachwelt in diesem Ausmaß uneinig ist, fällt das auf Ratgeberseiten entsprechend deutlich aus. Verlässlich ist, was alle Quellen teilen: der vernarbende Charakter, das Behandlungsziel Stabilisierung und der Wert einer frühen Abklärung.

Das Wichtigste auf einen Blick

Frontal Fibrosing Alopecia ist an einem Punkt eindeutig: Vernarbte Bereiche werden nicht wieder behaart. Alles, was sich beeinflussen lässt, liegt davor — in der hautärztlichen Abklärung, die zeigt, was sich noch erhalten lässt. Für den sichtbaren Teil gibt es davon unabhängig Lösungen: ein Haarteil für den Frontal- und Schläfenbereich, in vielen Fällen ohne Perücke, dazu Ersatz für Augenbrauen und Wimpern.

Wenn Sie wissen möchten, was in Ihrem Fall in Frage kommt, sehen wir uns das im Hairworld Studio in Salzburg gemeinsam an. Sie erreichen uns telefonisch oder über das Rückrufformular.

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