Haarverdichtung

Mehr Fülle bei gleicher Länge — erfahren Sie alles über Methoden, Eignung und Ablauf einer Haarverdichtung.

Haarverdichtung

Eine Haarverdichtung ergänzt Ihr Eigenhaar um zusätzliches Echthaar und gibt der Frisur wieder Fülle — ohne die Länge zu verändern.

Lesen Sie weiter unf finden Sie heraus, welche Methoden es gibt, was am Oberkopf anders ist, wann eine Verdichtung nicht in Frage kommt und was sie für Ihr eigenes Haar bedeutet.

Was ist eine Haarverdichtung?

Eine Haarverdichtung ergänzt Ihr vorhandenes Eigenhaar um zusätzliches Haar, damit die Frisur wieder voller wirkt. Die Länge bleibt dabei gleich, es nimmt nur die Fülle zu. Das zusätzliche Haar wird entweder mit dem Eigenhaar verbunden oder als Haarteil aufgesetzt.

Der Begriff Haarverdichtung wird für sehr unterschiedliche Dinge verwendet — von eingearbeitetem Zweithaar über Puder bis hin zu Pflegeprodukten. Auf dieser Seite ist mit Haarverdichtung ausschließlich das gemeint, was tatsächlich Haar hinzufügt: zusätzliches Echthaar, das mit dem Eigenhaar verbunden oder darauf befestigt wird.

Fachlich zählt das Haare verdichten zum Teilhaarersatz und nutzt dieselben Verbindungsarten wie andere Formen davon — Weaving, Bonding und Fusion sowie Klebe- und Haftverfahren. Welche davon in Frage kommt, hängt nicht vom Wunsch ab, sondern von Ihrer persönlichen Ausgangslage.

Haarverdichtung oder Haarverlängerung?

Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Ziel. Bei der Haarverlängerung wird längeres Haar eingearbeitet, damit die Haare länger werden. Bei der Haarverdichtung wird das zusätzliche Haar an die Länge Ihres Eigenhaars angepasst — die Frisur bleibt gleich lang und wird nur dichter.

Deshalb liest man dieselben Begriffe in beiden Zusammenhängen: Tapes, Tressen und Bondings sind Verbindungsarten, keine Zielsetzungen. Wer nach Extensions zur Haarverdichtung sucht, meint in der Regel genau diesen Fall. Wie sich Länge aufbauen lässt, lesen Sie im Leitfaden zur Haarverlängerung.

Haarverdichtung bei Haarausfall

Eine Haarverdichtung kaschiert, sie behandelt nicht. Fachlich zählt jede Form von Zweithaar — Perücke, Haarteil und eingearbeitetes Haar gleichermaßen — zu den kosmetischen Möglichkeiten, Haarverlust zu verdecken. Sie greift nicht in die Ursache ein.

Daraus folgen zwei Dinge. Eine Verdichtung wirkt sofort, während medizinische Ansätze Monate bis Jahre brauchen, bevor sich etwas zeigt. Und der Haarverlust darunter läuft weiter, wenn er nicht behandelt wird — bei anlagebedingtem Haarverlust gibt es keine Heilung, medizinische Behandlung zielt darauf, das Fortschreiten zu verlangsamen oder zu stoppen.

Eine Haarverdichtung bei Haarausfall ist deshalb kein Ersatz für eine Abklärung, sondern etwas, das daneben steht. Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie uns and oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

Welche Ausgangslage haben Sie — feines Haar oder lichter werdender Oberkopf?

Für die Wahl der Lösung ist eine einzige Frage entscheidend: Ist überall noch Haar vorhanden, das nur zu fein oder zu wenig ist — oder schimmert an einzelnen Stellen bereits die Kopfhaut durch? Beides fühlt sich ähnlich an, verlangt aber unterschiedliche Verfahren.

Feines, aber gleichmäßig vorhandenes Haar ist der häufigere Fall bei einer Haarverdichtung bei feinem Haar. Das Haar ist von Natur aus dünn oder im Durchmesser feiner geworden, die Frisur fällt zusammen, die Kopfhaut bleibt bedeckt. Hier gibt es überall Trägerhaar, an dem sich arbeiten lässt.

Lichter werdendes Haar entsteht anders. Beim anlagebedingten Haarverlust bei Frauen dünnt das Haar diffus über die Kopfhaut aus — durch vermehrten Haarausfall, durch Volumenverlust der einzelnen Haare oder durch beides. Kopfhaut wird dabei nicht sofort sichtbar: Die Haare wachsen in kleinen Büscheln, die nach und nach einzelne Haare verlieren. Erst wenn ein Büschel vollständig ausgedünnt ist, entsteht eine sichtbare Lücke. Genau das erklärt, warum am Oberkopf irgendwann eine andere Lösung nötig wird.

Gut zu wissen: Bis zu etwa hundert Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Auffällig wird es, wenn sich der Scheitel verbreitert oder die Frisur über Monate hinweg flacher wird.

Wann sollten Sie dünner werdendes Haar vor einer Haarverdichtung ärztlich abklären lassen?

Sinnvoll ist eine Abklärung immer dann, wenn der Haarausfall neu ist, rasch zugenommen hat oder von Beschwerden an der Kopfhaut begleitet wird. Der Grund dafür ist fachlich konkret.

Zwei der häufigsten Formen von dünner werdendem Haar sehen sich zum Verwechseln ähnlich, verlaufen aber unterschiedlich. Der anlagebedingte Haarverlust nimmt ohne Behandlung über Jahrzehnte zu, typischerweise in Schüben: beschleunigte Phasen von drei bis sechs Monaten wechseln mit Stabilitätsphasen von sechs bis achtzehn Monaten. Das telogene Effluvium dagegen ist vorübergehend — es tritt nach einer Belastung des Körpers auf, und nach Wegfall des Auslösers wächst das Haar in den meisten Fällen über etwa sechs bis neun Monate wieder nach.

Das ist praktisch bedeutsam: Bei dieser Form wird ausdrücklich empfohlen, das Haar schonend zu behandeln — kein übermäßiges Kämmen oder Bürsten und keine Kopfhautmassage. Wer in dieser Phase Zug auf das Haar bringt, arbeitet gegen eine Situation an, die sich von selbst erholt hätte. Die Unterscheidung kann nur ärztlich getroffen werden, nicht im Fachinstitut. Erste Anlaufstelle ist in Österreich die Ärztin oder der Arzt für Allgemeinmedizin, um andere Ursachen auszuschließen; für die weitere Abklärung ist die Dermatologie und Venerologie zuständig.

Mehr dazu im Überblick zu Haarausfall und speziell zu Haarausfall bei Frauen. Wie Kopfhaut und Haarwurzeln aussehen, lässt sich zusätzlich über eine Kopfhautanalyse beurteilen — ein eigenes Angebot, das nicht Teil der Verdichtungsberatung ist.

Welche Methoden der Haarverdichtung gibt es?

Die gängigen Haarverdichtungsmethoden unterscheiden sich darin, wie das zusätzliche Haar mit dem Eigenhaar verbunden wird. Alle hier beschriebenen Verfahren setzen am vorhandenen Haar in der Länge an — sie brauchen also Haar, das sie tragen kann.

Welches Verfahren in Frage kommt, ist davon abhängig, ob Ihr Eigenhaar das zusätzliche Gewicht tragen kann, wie Ihre Haarstruktur beschaffen ist und welche Frisur Sie tragen möchten. Diese Beurteilung ist Teil unseres Beratungsgesprächs.

Wie werden Tapes, Tressen und Bondings zur Haarverdichtung eingearbeitet?

  • Tapes sind flache Haarstreifen mit einer haftenden Fläche. Zwei davon werden nah am Ansatz um eine feine Strähne Ihres Eigenhaars gesetzt, sodass sie flach aufliegen.
  • Tressen sind Haarborten, bei denen viele Haare zu einer Reihe gefasst sind. Werden sie von Hand geknüpft, spricht man von Hand Tied Tressen. Sie werden abschnittsweise am Eigenhaar befestigt.
  • Bondings sind einzelne Strähnen, die über eine kleine Verbindungsstelle am Eigenhaar fixiert werden. Sie lassen sich mit Tapes oder Tressen kombinieren.

Hairworld arbeitet Tapes und Hand Tied Tressen ein und ergänzt sie auf Wunsch mit Bondings als Hybridtechnik. Verarbeitet wird ausschließlich Echthaar.

Gut zu wissen: Weaving beschreibt das Einflechten oder Einweben, Microringe sind kleine Hülsen, die eine Strähne mechanisch am Eigenhaar klemmen, und bei der Haarverdichtung mit Ultraschall wird die Verbindungsstelle mit Schallenergie verarbeitet statt mit Wärme. Diese Begriffe beschreiben, wie verbunden wird — sie sagen nichts darüber aus, was für Ihr Haar das Richtige ist.

Achtung: Eingearbeitete Verfahren gehören ins Fachinstitut. Sie lassen sich weder selbst anlegen noch selbst entfernen, ohne das Eigenhaar zu belasten.

Was hilft bei einer Haarverdichtung am Oberkopf?

Am Oberkopf gelten andere Regeln, sobald Kopfhaut sichtbar wird. Die Strähnentechnik kommt dort an ihre Grenze, und zwar aus einem sachlichen Grund: Eine sichtbare Stelle entsteht erst, wenn ein Haarbüschel vollständig ausgedünnt ist. Genau dort fehlt also das Trägerhaar, an dem eine Strähne befestigt werden müsste. Eine Haarverdichtung am Oberkopf braucht deshalb eine flächige Lösung statt einer punktuellen.

Fachlich gibt es dafür zwei Wege, die klar auseinandergehalten werden sollten.

Flächige Trägersysteme arbeiten mit einem feinen Netz oder einer dünnen Basis, durch die das verbliebene Eigenhaar gezogen und mit dem zusätzlichen Haar verbunden wird. Für diese Kategorie hat sich der Begriff Haarintegration eingebürgert: Das Haarteil wird — je nach Technik genäht oder geklebt — mit dem Eigenhaar verbunden und nicht nur aufgesetzt. Weil das System mit dem Eigenhaar verbunden ist, bleibt es an Ort und Stelle und wird im Fachinstitut nachgearbeitet. Eine Haarverdichtung mit Netz ist damit eine eigene Kategorie und nicht dasselbe wie eingearbeitete Strähnen.

Abnehmbare Haarteile, auch Topper genannt, sind der zweite Weg. Sie bestehen aus einer Basis mit eingearbeitetem Haar und werden mit Clips im umliegenden Eigenhaar befestigt. Sie lassen sich jederzeit selbst abnehmen und wieder aufsetzen. Genau darin liegt der Unterschied zur fest verbundenen Lösung: Die Befestigungsart entscheidet, nicht die Optik.

Bei Hairworld stehen für den lichter werdenden Oberkopf beide Wege zur Verfügung: die Haarintegration als fest verbundene Lösung und das Haarteil mit Clips, das Sie selbst abnehmen und wieder aufsetzen können. Welcher der beiden Wege in Frage kommt, wird im Beratungsgespräch entschieden. Welche Basisformen, Größen und Haarlängen es bei Haarteilen gibt, lesen Sie auf der Seite zu Haarteilen und Toppern.

Was bringen Streuhaar und Puder zur optischen Haarverdichtung?

Streuhaar, Schütthaar und Ansatzpuder fügen kein Haar hinzu — sie färben die Kopfhaut ein und lassen vorhandenes Haar dichter erscheinen. Das ist eine rein optische Haarverdichtung und hält bis zur nächsten Haarwäsche.

Für einzelne dünne oder lichte Stellen ist das eine praktische Ergänzung, etwa vor einem Termin. Hairworld führt solche Produkte aus genau diesem Grund. Eine Partie, die dauerhaft flacher geworden ist, lässt sich damit nicht lösen.

Für wen eignet sich eine Haarverdichtung?

Eine Haarverdichtung kann geeignet sein, wenn Ihr Eigenhaar das zusätzliche Haar noch tragen kann. Das klingt zunächst widersprüchlich, weil sich die Leistung an Menschen mit dünnem Haar richtet — der Punkt ist aber ein anderer: Eingearbeitete Verfahren brauchen Trägerhaar. Wo zu wenig davon vorhanden ist, fehlt die Grundlage, an der sich das zusätzliche Haar befestigen ließe.

Aus der Praxis bei Hairworld ergeben sich vier Gründe, die gegen eine Haarverdichtung bei dünnem Haar sprechen:

  • Das Eigenhaar ist zu fein, um das zusätzliche Gewicht zu tragen
  • Es ist insgesamt zu wenig Eigenhaar vorhanden
  • Das Eigenhaar ist zu kurz, um die Verbindungsstellen zu verdecken
  • Der gewünschte Frisurschnitt lässt sich mit einer Verdichtung nicht umsetzen

Eine allgemeingültige Zentimeterzahl gibt es dafür nicht, auch wenn im Netz verschiedene Werte kursieren. Ob Ihr Haar lang genug ist, wird am Kopf beurteilt — bei einer Haarverdichtung bei kurzen Haaren hängt es zusätzlich davon ab, wie die Frisur später fallen soll. Trifft einer dieser Punkte zu, wird auf eine andere Lösung verwiesen, statt eine Verdichtung zu versuchen, die nicht trägt.

Wann ist eine Perücke, ein Haarteil oder eine Haartransplantation die passendere Lösung?

Die Antwort hängt davon ab, wie viel Eigenhaar noch vorhanden ist. Die Übersicht ordnet die Möglichkeiten nach ihrer Funktion, nicht nach Qualität.

Lösung Wofür sie gedacht ist Voraussetzung am Eigenhaar
Haarverdichtung Mehr Fülle bei gleicher Länge Trägerhaar in ausreichender Menge und Länge
Haarteil / Topper Abdeckung einer Partie am Oberkopf, abnehmbar Haar rundherum, an dem die Clips halten
Perücke Vollständige Abdeckung des Kopfes keine
Haartransplantation Umverteilung eigener Haarwurzeln, operativ ärztliche Beurteilung erforderlich

Zur Kostenfrage bei Zweithaar gilt in Österreich: Perücken sind als Hilfsmittel der Krankenversicherung geführt, Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung, und es fällt ein Selbstbehalt an — die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Kostenübernahme bei Perücken. Einen Überblick über die Modelle finden Sie unter Perücken, zur operativen Möglichkeit unter Haartransplantation.

Ob Ihr Eigenhaar für eine Verdichtung trägt, lässt sich nur am Kopf beurteilen — nicht anhand von Fotos und nicht am Telefon. Wie eine Beratung vor Ort abläuft, lesen Sie unter Haarverdichtung in Salzburg. Rufen Sie uns and oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

Welche Nachteile hat eine Haarverdichtung für das Eigenhaar?

Der wesentliche Nachteil ist der Zug, den zusätzliches Haar auf die eigenen Haarwurzeln ausübt. Diese Frage wird in der Beratung am häufigsten gestellt, und sie verdient eine sachliche Antwort statt einer Beruhigung.

Anhaltender oder wiederholt einwirkender Zug am Kopfhaar kann zu einer Traktionsalopezie führen — das ist ein Haarverlust, der durch Zugbelastung entsteht. Zu den anerkannten Auslösern zählen ausdrücklich eingearbeitete Extensions und Weaves sowie das Gewicht sehr langen Haares. Betroffen sein können Menschen jeder Herkunft und jedes Alters, und das Risiko steigt mit der Dauer der Anwendung.

Entscheidend ist der Verlauf: Anfangs ist diese Form nicht vernarbend, die Haarwurzeln bleiben also erhalten. Erst bei anhaltendem und übermäßigem Zug werden die Follikel zerstört, und dann ist der Haarverlust dauerhaft. Wer früh reagiert, kann den Verlauf aufhalten — die erste Maßnahme besteht immer darin, die Zugbelastung zu verringern.

Eine Grenze, ab der es kritisch wird, gibt es nicht. Weder eine Gewichtsangabe noch eine Strähnenzahl lässt sich seriös nennen. Was sich nennen lässt, sind die Zeichen, auf die Sie achten sollten.

Woran erkennen Sie, dass der Zug am Eigenhaar zu stark wird?

Fachlich beschriebene Frühzeichen einer Zugbelastung sind:

  • Juckreiz an der Kopfhaut
  • Rötung oder Schuppung im Bereich der Verbindungsstellen
  • Entzündete Haarbälge oder kleine Pusteln
  • Mehrere kurze, abgebrochene Haare
  • Sichtbare Ausdünnung an einer belasteten Partie

Achtung: Warten Sie damit nicht bis zum nächsten regulären Termin, sondern lassen Sie die Stellen zeitnah ansehen und gegebenenfalls ärztlich abklären. Ein häufiger Fehler ist es, Juckreiz als Gewöhnung abzutun — er gehört nicht dazu.

Wie lange hält eine Haarverdichtung?

Eine feste Zahl gibt es nicht, und Angaben in Monaten sollten Sie mit Vorsicht lesen — sie widersprechen sich im Netz um ein Vielfaches. Was sich sagen lässt: Eine Haarverdichtung ist keine einmalige Sache, sondern etwas, das begleitet wird.

Der Grund liegt im Haarwachstum. Das Haar wächst etwa einen Zentimeter im Monat, und mit ihm wandert jede Verbindungsstelle vom Ansatz weg. Dadurch verändert sich die Position, das Ergebnis wirkt unruhiger, und die Belastung verteilt sich anders. Deshalb wird eine Verdichtung in Abständen nachgearbeitet — die Strähnen werden gelöst und wieder nah am Ansatz gesetzt, im Fachjargon „hochgesetzt".

Bei Hairworld liegt dieser Abstand bei sechs bis acht Wochen. Dabei werden immer alle Strähnen hochgesetzt; nur einen Teil zu bearbeiten, ist nicht möglich, weil sonst unterschiedliche Höhen entstünden.

Die Begriffe dauerhafte Haarverdichtung und permanente Haarverdichtung kursieren häufig, führen aber in die Irre. Dauerhaft ist ein solches Ergebnis in dem Sinn, dass es im Alltag bleibt und nicht täglich neu angelegt wird. Dauerhaft im Sinne von einmal und nie wieder ist es nicht. Dazu kommt, dass sich die Ausgangslage selbst verändert: Anlagebedingter Haarverlust verläuft in Schüben, sodass eine Verdichtung nach einiger Zeit anders geplant wird als beim ersten Mal.

Wie pflegen Sie eine Haarverdichtung im Alltag?

Der Grundsatz lautet: schonend behandeln und die Verbindungsstellen in Ruhe lassen. Hairworld empfiehlt dafür extensions-geeignete Pflegeprodukte aus dem eigenen Haus.

Wie oft Sie waschen sollten, worauf beim Trocknen und Bürsten zu achten ist und was im Alltag möglich ist, hängt von Methode, Befestigung und Ihrem Haar ab und wird im Termin besprochen. Pauschale Regeln führen hier selten weiter.

Echthaar oder Kunsthaar — was wird bei einer Haarverdichtung verarbeitet?

Zweithaar wird aus Echthaar, aus Kunstfaser oder aus einer Kombination gefertigt. Echthaar wirkt natürlicher, lässt sich mit Hitze auf niedriger Stufe stylen und trägt sich kühler; dafür braucht es sorgfältigere Pflege, und die Farbe kann mit der Zeit verblassen. Kunstfaser ist einfacher zu pflegen, reagiert aber empfindlich auf Hitze.

Hairworld verarbeitet bei Verdichtungen ausschließlich Echthaar. Eine Echthaarverdichtung bietet je nach Verarbeitung Spielraum beim Styling; die konkreten Möglichkeiten werden im Termin erklärt.

Wie läuft eine Haarverdichtung im Fachinstitut ab?

Der Ablauf besteht aus drei Schritten: Beratung, Einarbeitung und Nacharbeit.

In der Beratung werden die Methoden erklärt und Frisurwunsch, Haarzustand und Haarstruktur beurteilt — also die Frage, ob und wie sich der Wunsch umsetzen lässt. Anschließend wird die Farbe bestimmt und ein Termin zum Einarbeiten vereinbart. Beim Einarbeiten wird das zusätzliche Haar partienweise gesetzt und danach in die Frisur geschnitten, damit die Übergänge nicht auffallen. Wie lange das dauert, hängt von Methode und Haarmenge ab.

Zur Qualifikation eine Klarstellung, weil dazu Falsches im Umlauf ist: In Österreich heißt das zuständige reglementierte Handwerk „Friseur und Perückenmacher (Stylist)", und Zweithaar gehört zum Berufsbild. Eine gesonderte Berechtigung für Haarverdichtungen gibt es nicht. Der Unterschied zwischen Anbietern liegt also nicht in der Erlaubnis, sondern in Erfahrung, Schulung und Systemzugang.

Was wird beim Nacharbeitstermin kontrolliert?

Beim Hochsetzen wird nicht nur neu befestigt, sondern auch nachgesehen. Kontrolliert werden drei Dinge:

  • ob alles gut und richtig sitzt
  • ob die Spitzen geschnitten werden sollten
  • ob die Pflege zu Hause passt

Der Termin dient dazu, Sitz, Spitzen und Pflege erneut zu prüfen.

Was kostet eine Haarverdichtung?

Einen pauschalen Preis gibt es nicht — er wird individuell bestimmt, und Zahlen aus dem Netz helfen bei der Planung wenig. Welche Faktoren dabei zählen, was im Preis enthalten ist und was bei der Nacharbeit dazukommt, lesen Sie unter Kosten einer Haarverdichtung.

Gibt es eine Haarverdichtung für Männer?

Für Männer bietet Hairworld keine Haarverdichtung an, sondern Haarsysteme. Alles dazu finden Sie unter Haarsysteme für Männer.

Häufige Fragen

Ist eine Haarverdichtung bei Haarausfall sinnvoll?

Sie kann sinnvoll sein, sie ersetzt aber keine Abklärung. Eine Verdichtung kaschiert den Haarverlust, sie behandelt ihn nicht — der Verlauf darunter geht weiter. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn klar ist, um welche Form von Haarausfall es sich handelt und ob genug Trägerhaar vorhanden ist. Ist der Haarausfall neu oder hat er rasch zugenommen, sollte er zuerst ärztlich abgeklärt werden: Manche Formen sind vorübergehend und bilden sich von selbst zurück, und gerade dann wird ausdrücklich zu schonendem Umgang mit dem Haar geraten. Die Details dazu stehen im Abschnitt zur ärztlichen Abklärung.

Funktioniert eine Haarverdichtung bei kurzen Haaren?

Das hängt von der Länge und vom gewünschten Schnitt ab. Die Verbindungsstellen müssen vom Eigenhaar verdeckt werden — bei sehr kurzem Haar ist das nicht immer möglich. Eine allgemeingültige Mindestlänge gibt es nicht, auch wenn dazu verschiedene Werte im Umlauf sind. Beurteilt wird das am Kopf, gemeinsam mit Ihrem Frisurwunsch: Manche Schnitte lassen sich mit einer Verdichtung nicht umsetzen, weil die Übergänge sonst sichtbar würden. Auch die Struktur Ihres Haars spielt mit hinein, weil glattes Haar Verbindungsstellen anders verdeckt als welliges. Lässt sich der Wunsch nicht umsetzen, kommen andere Lösungen wie ein abnehmbares Haarteil in Frage.

Gibt es eine dauerhafte Haarverdichtung?

Nicht im Sinne von einmal und nie wieder. Jedes System wandert mit dem Haarwuchs vom Ansatz weg und muss deshalb in Abständen nachgearbeitet werden. Dauerhaft ist das Ergebnis in dem Sinn, dass es im Alltag bleibt und nicht täglich neu angelegt wird — anders als ein abnehmbares Haarteil oder Streuhaar. Wer mit „permanent" wirbt, meint in aller Regel genau das. Wie oft nachgearbeitet wird, hängt vom Verfahren, vom Haarwuchs und von der Pflege ab und wird im Beratungsgespräch besprochen. Dazu kommt, dass sich die Ausgangslage über die Jahre verändert und eine Verdichtung deshalb immer wieder neu geplant wird.

Haarverdichtung oder Extensions — was ist besser?

Die Frage lässt sich nicht als Rangfolge beantworten, sondern nur über das Ziel. Extensions im klassischen Sinn bringen Länge, eine Verdichtung bringt Fülle bei gleicher Länge. Technisch kommen dabei dieselben Verbindungsarten zum Einsatz — das eingearbeitete Haar wird nur anders zugeschnitten und verteilt. Wenn Ihre Frisur lang genug ist, aber flach wirkt, geht es um eine Verdichtung. Wenn die Länge fehlt, um eine Verlängerung. Beides lässt sich kombinieren, wird aber getrennt geplant, weil Volumen und Länge unterschiedliche Anforderungen an das Eigenhaar stellen.

Kann ich mit einer Haarverdichtung jede Frisur tragen?

Nicht jede, aber in der Regel mehr als vorher. Grenzen setzen zwei Dinge: Die Verbindungsstellen müssen bedeckt bleiben, und das Eigenhaar muss das zusätzliche Gewicht tragen. Sehr hohe Steckfrisuren oder sehr kurze Stufen können deshalb schwierig sein. Was im Alltag möglich ist — vom Waschen über das Styling bis zum Sport — hängt von der gewählten Methode und der Befestigung ab und wird im Termin besprochen. Bringen Sie Ihren Frisurwunsch am besten schon ins Erstgespräch mit; er entscheidet mit darüber, welches Verfahren gewählt wird.

Das Wichtigste auf einen Blick

Eine Haarverdichtung ist eine kosmetische Lösung, keine Behandlung: Sie schafft Fülle, solange genug tragfähiges Eigenhaar vorhanden ist, und sie hält den Haarverlust darunter nicht auf.

Welche Methode in Frage kommt, entscheidet die Ausgangslage — bei gleichmäßig feinem Haar sieht sie anders aus als bei einem lichter werdenden Oberkopf. Und weil eingearbeitetes Haar Zug auf die eigenen Wurzeln bringt, gehören die Frühzeichen einer Überlastung von Anfang an dazu.

Ob Ihr Eigenhaar trägt und welche Lösung zu Ihrem Frisurwunsch passt, klärt sich im persönlichen Gespräch — aus der Ferne lässt es sich nicht beurteilen. Rufen Sie uns gerne an oder nutzen Sie unseren Rückruf-Service.

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