Verlauf, Nachwachsen und der Weg zum Haarersatz in Österreich.
Nicht jede Chemotherapie führt zu Haarausfall — und wenn doch, ist er fast immer vorübergehend. Diese Seite erklärt, warum die Haare ausfallen, ab wann damit zu rechnen ist, wann sie nachwachsen und wie Sie in Österreich zu einem Haarersatz kommen - außerdem Info zu Zweithaar-Beratung in Salzburg.
Bei vielen Chemotherapien fallen die Kopf- und Körperhaare vorübergehend aus. Fachlich heißt dieser Haarverlust Alopezie, dauerhaft ist er in aller Regel nicht. Andere Formen und Ursachen von Haarausfall behandeln wir im Überblick zu Haarausfall — hier geht es ausschließlich um Chemotherapie und Haarausfall.
Weil die Medikamente nicht zwischen Tumorzellen und Haarwurzeln unterscheiden können. Zytostatika wirken auf Zellen, die sich schnell und häufig teilen. Dazu gehören Tumorzellen — aber auch die Zellen der Haarwurzel in ihrer Wachstumsphase. Das Haar bricht dann in der Haut oder kurz darüber ab.
Ruhende Haare, die gerade nicht wachsen, werden dabei nicht geschädigt. Sie machen allerdings weniger als zehn Prozent aller Haare aus.
Nein. Ob überhaupt Haare ausfallen und wie stark, hängt vom eingesetzten Wirkstoff ab. Das Risiko steigt, wenn die Medikamente als Infusion statt als Tablette gegeben werden, wenn mehrere Wirkstoffe kombiniert werden, bei hoher Dosierung und bei kurzen Abständen zwischen den Zyklen.
Eine Chemotherapie in Tablettenform bedeutet also nicht automatisch, dass die Haare bleiben — und eine Infusion nicht automatisch, dass sie ausfallen. Was für Ihren Therapieplan gilt, kann Ihnen Ihr onkologisches Team im Voraus sagen. Es ist die einzige Stelle, die das für Sie persönlich beurteilen kann.
Meist in den ersten Wochen nach Therapiebeginn — eine verlässliche Wochenzahl gibt es nicht. Die beiden zuständigen Fachinstitutionen nennen unterschiedliche Zeiträume: die eine ein bis drei Wochen nach Beginn der Behandlung, die andere ein bis vier Wochen. Darüber hinaus kursieren weitere Angaben, die sich teils widersprechen.
Diese Streuung ist kein Zufall, sondern folgt aus dem, was oben steht: Wirkstoff, Dosis und Rhythmus unterscheiden sich von Therapieplan zu Therapieplan. Wer eine exakte Woche nennt, verspricht eine Genauigkeit, die es nicht gibt. Eine Einschätzung für Ihren Fall bekommen Sie dort, wo der Plan gemacht wird.
Gut zu wissen: Die Haare fallen selten alle auf einmal aus, sondern nach und nach, manchmal büschelweise. Schon davor und währenddessen kann die Kopfhaut berührungsempfindlich oder schmerzhaft sein. Eine ausführliche medizinische Darstellung finden Sie beim IQWiG.
Das ist möglich. Betroffen sind neben dem Kopfhaar auch Augenbrauen, Wimpern und Barthaare sowie Körper- und Schambehaarung. Sie folgen später als das Kopfhaar — wie viel später, lässt sich nicht seriös beziffern. Wenn Sie überlegen, wie Sie mit fehlenden Brauen und Wimpern umgehen möchten, lässt sich das in einer Beratung ansprechen.
In aller Regel ja. Sobald die Medikamente im Körper abgebaut sind, wachsen die Haare wieder — üblicherweise innerhalb von drei bis sechs Monaten. Vernarbungen der Kopfhaut oder andere Probleme treten dabei normalerweise nicht auf.
Wichtig für die eigene Erwartung: Der Beginn des Nachwachsens und ein Ergebnis, mit dem man sich wieder zeigen mag, sind zwei verschiedene Zeitpunkte. Erste feine Haare zeigen sich deutlich früher als eine Frisur, die man als solche empfindet.
Das nachwachsende Haar kann sich außerdem verändern: heller oder dunkler als vorher, häufig auch lockiger. Diese Veränderung ist meist vorübergehend. Wachsen die Haare nach Abschluss der Therapie nicht nach, gehört das ärztlich abgeklärt.
Wann der Übergang zurück zum eigenen Haar sinnvoll ist, muss niemand nach Kalender entscheiden. Viele tragen ihr Zweithaar noch, während darunter schon etwas nachwächst.
In aller Regel ja. Sobald die Medikamente im Körper abgebaut sind, wachsen die Haare wieder — üblicherweise innerhalb von drei bis sechs Monaten. Vernarbungen der Kopfhaut oder andere Probleme treten dabei normalerweise nicht auf.
Wichtig für die eigene Erwartung: Der Beginn des Nachwachsens und ein Ergebnis, mit dem man sich wieder zeigen mag, sind zwei verschiedene Zeitpunkte. Erste feine Haare zeigen sich deutlich früher als eine Frisur, die man als solche empfindet.
Das nachwachsende Haar kann sich außerdem verändern: heller oder dunkler als vorher, häufig auch lockiger. Diese Veränderung ist meist vorübergehend. Wachsen die Haare nach Abschluss der Therapie nicht nach, gehört das ärztlich abgeklärt.
Wann der Übergang zurück zum eigenen Haar sinnvoll ist, muss niemand nach Kalender entscheiden. Viele tragen ihr Zweithaar noch, während darunter schon etwas nachwächst.
Nein. Ein Medikament, das dem Haarausfall bei einer Chemotherapie wirksam vorbeugt, gibt es bislang nicht. Eine wirksame Behandlung dagegen ebenso wenig. Auch für Mittel, die den Haarausfall aufhalten oder das Nachwachsen beschleunigen sollen, ist keine Wirkung belegt.
Ein Verfahren wird häufig diskutiert: die Kopfhaut-Kühlung. Dabei wird während der Infusion eine kühlende Kappe getragen. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen, es gelangt weniger Medikament in die Gefäße der Kopfhaut, und der Stoffwechsel der Haarwurzeln verlangsamt sich. Die Wirksamkeit ist nicht ausreichend untersucht; in Studien verringerte sich der Haarausfall bei einem Teil der Behandelten. Möglich sind Kopfschmerzen und ein unangenehmes Kältegefühl. Ob das für Sie in Frage kommt, wägen Sie mit Ihrem onkologischen Team ab.
Wer sich fragt, was man bei Haarausfall durch eine Chemotherapie praktisch tun kann, hat drei Wege — und alle drei sind in Ordnung: eine Perücke, eine Kopfbedeckung oder bewusst keines von beidem. Zweithaar ist dabei nur der Fachbegriff für Haarersatz, gemeint ist im Alltag meist die Perücke. Was zu Ihnen passt, hängt weniger vom Produkt ab als davon, wie Sie sich durch diese Monate bewegen möchten. Einen Überblick über das gesamte Perückenangebot finden Sie auf unserer Seite zu Perücken.
Am besten, sobald der Therapieplan feststeht. Fachlich wird empfohlen, sich vor Beginn der Therapie mit einem möglichen Haarverlust zu befassen, statt zu warten, bis die ersten Haare ausfallen.
Aus unserer Erfahrung ist ein bis zwei Wochen vor Therapiebeginn ein guter Zeitpunkt. Der Grund ist praktisch: Solange Ihr eigenes Haar da ist, können Farbe und Struktur als Referenz dienen. Danach arbeitet man mit Fotos und Erinnerung.
Wer diesen Zeitpunkt verpasst hat, hat nichts versäumt. Von der Verordnung bis zum fertigen Zweithaar vergehen bei uns ein bis drei Werktage — es geht also auch kurzfristig.
Auf drei Dinge: Tragekomfort, leichtes Gewicht und eine hautfreundliche Innenkappe. Das klingt unspektakulär, ist in dieser Situation aber entscheidender als die Haarart. Die Kopfhaut kann während des Haarausfalls berührungsempfindlich sein — ein Zweithaar, das drückt oder verrutscht, fällt dann besonders ins Gewicht.
Bei der Haarart selbst zählt vor allem, wie viel Aufwand Sie sich in dieser Phase zumuten möchten. Echthaar lässt sich frisieren, färben und formen wie eigenes Haar und ist je nach Modell länger haltbar, verlangt dafür mehr Pflege. Kunsthaar ist pflegeleichter und formstabil; je nach Qualität ist die Frisur kaum oder gut veränderbar, und hochwertiges Kunsthaar ist von Echthaar kaum zu unterscheiden. Mischhaar liegt je nach Anteil dazwischen. Im Tragekomfort selbst gibt es zwischen Echt- und Kunsthaar kaum Unterschiede — den machen Gewicht und Kappe.
Geführt werden Echthaar-, Kunsthaar- und Mischhaarperücken, unter anderem von Ellen Wille, Bergmann und Aderans. Die Materialien im Detail beschreiben wir bei den Echthaar-Perücken und den Kunsthaarperücken.
Ja, und zwar eine gleichwertige. Zum Bedecken der Kopfhaut eignen sich Mützen, Tücher, Kappen, Hüte oder eben Perücken. Tücher aus Baumwolle, Seide oder Viskose lassen sich deutlich besser befestigen als solche aus Kunstfasern — ein Unterschied, den man erst im Alltag merkt. Kopfbedeckungen führen wir von House of Christine.
Die Erstberatung dauert rund 60 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich und findet nur mit telefonisch vereinbartem Termin statt. In geschützter Atmosphäre können verschiedene Modelle probiert und Fragen in aller Ruhe geklärt werden, ohne Zeitdruck. Schnitt, Farbe und Passform werden anschließend individuell angepasst.
Was wir nicht sind, gehört zur Ehrlichkeit dazu: Hairworld ist ein Fachinstitut für Zweithaar. Unsere Leistung ist kosmetisch und handwerklich. Wir behandeln nicht, wir diagnostizieren nicht, wir geben keine Medikamente und keine Therapieempfehlungen ab. Alles Medizinische bleibt bei Ihrem behandelnden Team. Wie eine Beratung vor Ort abläuft, lesen Sie auch auf der Seite zur Perückenberatung in Salzburg.
Dafür gibt es drei Wege, alle nach Absprache: Termine in Randzeiten oder außerhalb der Öffnungszeiten, auf Wunsch ein Termin im Krankenhaus — und eine Videoberatung, wenn Sie während der Therapie nicht mobil oder infektionsanfällig sind. Die Anprobe ersetzt das nicht, aber vieles lässt sich vorher klären.
Wenn Sie sich orientieren möchten: Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich, Termin nach telefonischer Vereinbarung oder über einen Rückruf. Wenn Ihnen ein Termin in Randzeiten, im Krankenhaus oder per Video lieber ist, sagen Sie es einfach dazu.
Bei Haarverlust durch eine Chemotherapie kann eine Perücke in Österreich als Hilfsmittel auf ärztliche Verordnung mitfinanziert werden. Welche Voraussetzungen gelten, entscheidet der zuständige Träger im Einzelfall.
Hairworld unterstützt bei der Abwicklung. Fristen, Bewilligung, Selbstbehalt, Vertragspartner und Unterlagen finden Sie vollständig auf der Seite zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse; die rechtliche Grundlage steht beim öffentlichen Gesundheitsportal.
Zwei Dinge helfen erfahrungsgemäß am meisten: die Kopfhaut schonend behandeln und früh wissen, wo es Unterstützung gibt.
Die folgenden Hinweise sind praxiserprobt, aber nicht wissenschaftlich belegt — so kennzeichnen sie auch die Fachquellen selbst.
Während des Haarausfalls: seltener und mit lauwarmem Wasser waschen, mildes Shampoo, weiche Bürste, an der Luft trocknen lassen. Auf Spülungen, Haarspray, Gel, Färbemittel, Lockenstab und Dauerwelle verzichten.
In der Nachwachsphase: nicht häufiger als zweimal pro Woche waschen, vorsichtig trocken reiben, nicht zu heiß föhnen, nicht zu stark bürsten. Mit Styling, Dauerwelle und Färben warten, bis das Haar vollständig nachgewachsen ist.
Die kahle Kopfhaut ist außerdem lichtempfindlich: In der Sonne gehört eine Kopfbedeckung oder ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor dazu. Nachts hält eine weiche Kappe den Kopf warm. Zur Pflege des Zweithaars gibt es eine eigene Anleitung.
Der Haarverlust zählt für viele zu den schwersten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Er macht die Erkrankung für andere sichtbar und kann das Selbstbild beeinträchtigen — bis dahin, dass Betroffene sich zurückziehen. Auch nach österreichischen Patientenbefragungen gehört das veränderte Aussehen zu den großen Belastungen.
Die Österreichische Krebshilfe Salzburg berät kostenlos und anonym, hat Beratungsstellen in jedem Bezirk und eine mobile Beratung, die zu Betroffenen nach Hause kommt. Das Beratungstelefon lautet 0662-873536. Das Angebot steht Angehörigen ebenso offen.
Gut zu wissen: Eine allgemein gültige Empfehlung, wie man mit einer Krebserkrankung umgeht, gibt es nicht — die Krebshilfe hält ausdrücklich fest, dass die kämpferische Haltung nicht jedermanns Sache ist. Es gibt hier kein richtiges Verhalten.
Nein. Am Haarausfall lässt sich nicht ablesen, ob eine Therapie wirkt. Ob Haare ausfallen, hängt davon ab, welcher Wirkstoff eingesetzt wird, wie hoch dosiert und in welchen Abständen — nicht davon, wie gut die Behandlung anschlägt. Menschen ohne Haarausfall sind deshalb nicht schlechter behandelt, und Menschen mit starkem Haarausfall nicht besser. Wie Ihre Therapie anspricht, beurteilt allein Ihr onkologisches Team anhand der Verlaufskontrollen.
Ja, es gibt Chemotherapien, bei denen die Haare bleiben. Welche Nebenwirkungen zu erwarten sind, ergibt sich aus dem Therapieplan und ist keine Frage der Vorbereitung oder der Pflege. Ihr onkologisches Team kann Ihnen vorab sagen, womit bei Ihren Medikamenten typischerweise zu rechnen ist. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, steht weiter oben im Abschnitt zu den Einflussfaktoren.
Häufig ja, und meist nur eine Zeit lang. Die Farbe kann heller oder dunkler ausfallen, sehr oft ist das neue Haar lockiger als das alte — im Gespräch fällt dafür manchmal das Wort Chemolocken. Diese Veränderung ist in der Regel vorübergehend. Wie sich Farbe und Struktur danach genau entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen.
Das Ausfallen selbst verursacht keine Schmerzen, unangenehm ist die Phase für viele trotzdem. Die Kopfhaut kann vor und während des Haarausfalls berührungsempfindlich oder schmerzhaft sein — manchen tut schon das Berühren der Haare weh. Eine weiche Kopfbedeckung und der Verzicht auf straffe Frisuren machen diese Zeit erträglicher.
Ja. Der Haarausfall folgt derselben Ursache und demselben Verlauf, und die Belastung ist keine Frage des Geschlechts — bei Männern kommt oft der Verlust von Bart- und Körperbehaarung dazu. Auch beim Weg zum Haarersatz gibt es in Österreich keine Unterscheidung: Maßgeblich sind die medizinische Indikation und die ärztliche Verordnung, nicht das Geschlecht.
Sie möchten sich persönlich beraten lassen? Das Team von Hairworld in Salzburg steht Ihnen mit langjähriger Erfahrung zur Seite — bei der Auswahl, Anpassung und Pflege Ihrer Perücke. Rufen Sie an oder vereinbaren Sie einen Rückruf.
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